Die Maturfeier war vor zwei Wochen, die Schüler*innen sind längst in den Ferien, im Militär oder am Arbeiten. Alle haben das Maturazeugnis erhalten und eine Rückkehr ins Schulhaus in Nuolen wäre selbst bei höchstem Heimweh-Leidensdruck unmöglich –  die Schule ist wörtlichen Sinne eine Baustelle und die M4C gehörte zu den vorerst letzten Nuolener Maturaklassen. Da stellt sich natürlich auch die Frage, was bleibt. Unsere Zusammenarbeit war vergleichsweise kurz. Meine sehr geschätzte Kollegin konnte die Klasse krankheitshalber nicht zur Matura führen, weswegen ich im allerletzten Semester einsprang.

    Neben spannenden Gesprächen über Texte, Prüfungserwartungen und organisatorischen Details bleiben mir insbesondere die Portfolioarbeiten in Erinnerung, welche die Schüler*innen zu einer ausgewählten individuellen Maturalektüre gestaltet haben. Sie sind gleichermassen Dokumente des Kennenlernens und des Abschieds und zeugen von ungeahntem kreativem Potenzial der Maturand*innen und höchst individuellen Zugängen. Ich hatte den Schüler*innen mehr oder weniger eine carte blanche gegeben und ihnen grösstmögliche gestalterische und methodische Freiheit zugestanden. Dass sich das gelohnt hat, zeigen die folgenden Beiträge. Ich selber habe dabei gelernt, dass ich in Zukunft den Schüler*innen (noch) mehr zu- und vertrauen sollte.

    Luke hat sich mit dem Ende von Theodor Storms Schimmelreiter schwergetan, sich einen alternativen Schluss erdacht und mit KI den Stil des norddeutschen Realisten nachempfunden:

    Die Geschichte über Hauke Haien endet damit, dass seine Frau Elke und seine Tochter Wienke während der Sturmflut mit ihrem Wagen von den Wassermassen mitgerissen werden. Hauke macht sich schon vorher Vorwürfe, weil er seine Pflicht als Deichgraf nicht vollständig erfüllt und den alten Deich nicht erneuert hat. Als er dann sieht, dass seine Familie von der Sturmflut erfasst wird, stürzt er sich mit seinem Schimmel selbst in die Fluten und ruft: „Herr Gott, nimm mich; verschon die andern!“ Danach stirbt Hauke Haien. Später entsteht die Sage, dass er als Schimmelreiter bei Sturmfluten wieder auf dem Deich erscheint.  

    Das Ende war meiner Meinung nach etwas abrupt. Um die düstere Stimmung beizubehalten, wäre meiner Ansicht nach, ein anderes Ende passender gewesen. Deshalb habe ich mich dafür entschieden, an das Ende von Theodor Storm ein paar Details hinzuzufügen. Dadurch habe ich das Ende verändert und meiner Meinung nach gut der düsteren Stimmung angepasst. 

    Storms Klassiker wurde 2025 neu verfilmt

    Dario hat „Leonce und Lena“ von Georg Büchner gelesen und daraus eine interaktive Klick-Story gemacht:

    Finden, was man nicht gesucht hat… Leonce und Lena

    Nadja hat sich in Gottfried Kellers Novelle „Die missbrauchten Liebesbriefe“ eingemischt und selber einen Brief aus Wilhelms Perspektive an Gritli geschrieben.

    Dazu hat sie noch ein Quiz erstellt, wo man selber miträtseln und schreiben kann:

    Lavinia hat sich „Becks letzter Sommer“ von Benedict Wells ausgesucht, über die Bedeutung der Langspielplatte sinniert und ein tolles Webspecial erstellt.

    Weiterlesen: Was bleibt – ein Semester mit der M4C

    Bors hat sich in Kafkas Strafkolonie begeben und mit einem Video ein Selbstquiz erstellt – ein recht abgründiges Vergnügen.. Wer sein Kafka-Wissen testen möchte, kann dies hier tun.

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    Domitille hat zu Wolfgang Herrndorfs Schelmenroman „Tschick“ eine umfangreiche Ermittlungsakte angelegt.

    Im folgenden Quiz heftet ihr euch selber an die Fersen von Tschick und Maik. Könnt ihr die beiden Vögel überführen oder seid ihr am Ende die Gelackmeierten? Etwas ist klar: Bei einer Romanlektüre kommt niemand ungeschoren davon…

    Janas Auseinandersetzung mit Dirk Kurbjuweits „Zweier ohne“ sprengt den Rahmen dieser Webseite: Sie hat ein umfangreiches Lapbook gestaltet, welches ich hier noch in abgefilmter Form zeigen kann. Lesen ist auch ein sinnliches Erlebnis!

    Josef hat Kleists Novelle „Das Erdbeben in Chili“ in Zeitungsseiten verwandelt. Dabei ist leicht zu ersehen, wie viel Nachrichten die haarsträubende Story noch heute besitzt.

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    Cécile hat aus einer Szene von E.T.A. Hofmanns „Der Sandmann“ eine Comic-Bildstrecke gewonnen.

    „Max Faber sieht Fakten, aber keine Menschen“ – mit diesen Worten bringt Nabil die Weltsicht des Protagonisten von Max Frischs Roman „Homo Faber“ auf den Punkt. In seinem Podcast stellt er sich die Frage nach der Bedeutung des Zufalls und arbeitet er sich am Charakter des Technikers ab, der alles erklären kann, ohne es deswegen auch verstanden zu haben.

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    Claudio hat Thomas Manns Novelle „Mario und der Zauberer“ gelesen. Daraus ist eine interaktive Klickstory entstanden, wobei man selber Teil der Geschichte werden kann.

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    Wer behauptet, Kleists „Der zerbrochene Krug“ sei eine verworrene Geschichte – Raphael hat den graphischen Beweis erbracht und die Fäden entworren.

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    Dürrenmatts „Der Richter und sein Henker“ als True-Crime-Podcast – Niklas hat ihn konzipiert, eingesprochen und produziert.

    Die Twannbachschlucht bei Lamboing – Quelle des Twannbachs und von Dürrenmatts Kultkrimi. Niklas hat den Soundtrack geliefert.

    Hier kann man miträtseln. Werde selber Bärlach..

    True-Crime-Dürrenmatt zum Zweiten: Christian hat „Der Verdacht“ bearbeitet, eingesprochen und produziert.

    Auch nicht unverdächtig: Jack Nicolson im Dürrenmatt-Remake „The Pledge“

    Wer auch hier den Bärlach geben möchte, kann dieses Quiz lösen…

    Wusstet ihr, dass nicht nur der ganze Schulbetrieb, sondern auch ein Axolotl für zwei Jahre von Nuolen nach Pfäffikon umzieht? Wisst ihr, dass Kickboxen zum Stressabbau nach einem langen Schultag hilft? Wie muss man sich ernähren, damit man den ganzen Tag leistungsfähig bleibt und nicht in ein Verdauungskoma fällt? Und: Wisst ihr, was ein Schulhund den ganzen Tag tut und welchen Einfluss er auf den Schulalltag hat? Dies und mehr erfahrt ihr, wenn ihr euch die folgenden Videoreportagen anschaut, welche die FM1 im Deutsch- und Kommunikationsunterricht geplant, gedreht und produziert hat.

    Elina, Nahla, Romeo und Julien haben in Nuolen die Zügelvorbereitung verfolgt und haben Prorektor Christian Albrecht bei der Rückfahrt dazu befragt, was es alles braucht, damit Nuolen nach Pfäffikon kommen und kann. Zum Schluss waren sie noch auf der Baustelle im neuen, alten Pavillon, der Erinnerungen an das Provisorium weckt.

    Sira, Julia, Maira, Angela und Franciska wollten wissen, wie gross die schulische Belastung an der KSA ist und was man dagegen unternehmen kann. Sie haben mit Schüler*innen über Stresssymptome und Bewältigungsstrategien gesprochen.

    Nach Schulschluss beginnt ein neues Leben und vier Jungs aus der FM1 geben einen Einblick: Michelangelo und Alessio lassen beim Kickboxen Dampf ab, Lukas joggt im wunderschönen Einsiedeln und Michele mags ruhiger: Er bastelt Legoskulpturen und liest.

    Sarina, Nora, Emilia und Charlotte wollten wissen, wie Kantischüler*innen essen und worauf sie bei der Ernährung achten sollten, um gesund und leistungsfähig zu bleiben.

    Neo ist ein Hund. Einmal pro Woche geht er zur Schule. Was er dort so alles erlebt und welchen Einfluss auf die Kinder und das Lernen seine Anwesenheit hat, haben Anja, Amélie, Romina und Noëline bei einem Schulbesuch in Herrliberg herausgefunden.

    Standardisierte Textinterpretationen, wie sie im schulischen Alltag oft geschrieben werden, lassen sich heute spielend leicht erstellen, ohne dass der Text gelesen worden ist oder gar eine vertiefte Beschäftigung stattgefunden hat. Deshalb hat die KS4 im vergangenen Semester nicht nur Texte gelesen, sondern auch mit ihnen gespielt und nach neuen Darstellungs- und Deutungsformen gesucht. Entstanden sind sehr unterschiedliche Hör- und Lesestücke, welche nicht nur von den Texten, sondern auch von den Lesenden handeln. Lesen heisst ja auch immer, sich selber lesen, sich im Gelesenen spiegeln und erkennen. Der folgende Text ist eine Art Leitmetapher für die folgenden Projekte. Klicke auf das Bild und erkenne (dich) selbst!

    Auch wenn die Schüler*innen nicht von Pythias und ihren Dämpfen, sondern von Patrick Fischer angeleitet wurden und die Produkte nicht in einem schummrigen, mit einer Kifferhöhle vergleichbaren Tempel, sondern im Zimmer 354 und den benachbarten Gruppenräumen des dritten Stocks des Neubaus der Kantonsschule Ausserschwyz entstanden, sind viele Ergebnisse wirklich berauschend.

    Leonie, Claire und Anna haben Hermann Hesses Siddhartha als Anleitung zum Selbstversuch gelesen. Wie es ihnen dabei ergangen ist, könnt ihr hier nachhören.

    Lina und Olivia haben Siddharthas Weg der Erkennis in einer digitalen Lernlandschaft digitalen Lernlandschaft nachgezeichnet und laden zum Meditieren ein.

    Aline ist Eiskunstläuferin, führt Siddhartha aufs Glatteis und unterhält sich mit ihm über Perfektion, Scheitern und Selbstfindung.

    Wir haben uns in diesem Semester aber nicht nur mit Selbstfindung, sondern auch mit Flucht auseinandergesetzt. Daniel Kehlmanns Theaterstück „Reise der Verlorenen“ erzählt von der Irrfahrt jüdischer Emigranten zu Beginn des Zweiten Weltkriegs. Nachdem sie in Kuba und den USA vergeblich Zuflucht vor dem Naziregime gesucht hatten, kehrten sie unverrichteter Dinge nach Europa zurück – eine Ankunft mit ungewissem, zumeist verhängnisvollem Ende.

    Aurelia und Selina erstellten ein Logbuch der Reise und entwarfen ein Quiz , bei welchem man von allem Anfang an keine Chance hat.

    Jarno und Jason produzierten eine Präsentation, welche verschiedene Protagonisten des Stücks Gehör verschafft und eine eigene Interpretation anbietet.

    Schliesslich ging es in diesem Semester nicht nur um das Wasser des Ganges und eine Seereise mit unglücklichem Ende, sondern mit Blick auf die Sommerferien auch um Touristenströme. Jakob Wiedmer war zu Beginn des 20. Jahrhunderts Hoteldirektor in Wengen. In seinem Roman „Flut„, welcher kürzlich wieder aufgelegt wurde, thematisiert er den Wandel eines abgelegenen Bergdorfs in einem mondänen Touristenhotspot und zeigt, wie sich Täler und Menschen verändern.

    Angelo und Bruno haben ein Webspecial erstellt, in welchem sie die Entwicklung des fiktiven Dorfs Stägen mit dem Wandel Andermatts vom Militärdorf zum Luxusresort vergleichen. Weiter zu Sprache kommen Parallelen zu Thailand, wo Angelo familiäre Wurzeln hat, und dem Massenphänomen Sport,

    Auch Lio und Jan haben diesen Roman gelesen. In ihrem Podcast tauschen sie sich darüber aus, wie es ihnen beim Lesen ergangen ist.

    «Wenn man nach dem Lesen nur schon einmal zehn Sekunden ernsthaft und aufrichtig über das Thema nachgedacht hat, bin ich zufrieden», sagte der Zürcher Autor Thomas Meyer am Mittwochabend im Mehrzweckraum der Kantonsschule Ausserschwyz. Auf Einladung der Pädagogischen Hochschule Schwyz diskutierte er mit PH-Dozentin Tiziana Merlo und Schüler*innen der FM1 über den Essayband «Was soll an meiner Nase jüdisch sein?», der vor knapp fünf Jahren erschienen ist. Das Buch sei eine Reaktion auf unzählige unschöne, oft auch verstörende Erlebnisse, erklärte Meyer auf die Frage, warum er sich dieses schwierigen Themas angenommen habe. Nicht das Äussern von antisemitischen Klischees sei das grösste Problem, sondern das Beharren darauf und das Leugnen. Vorurteile und nicht reflektierte Meinungen haben wir alle, nicht nur in Bezug auf das Judentum. Schonungslos offen liess Meyer das Publikum auch in seine eigenen Abgründe blicken und schlussfolgerte, dass unangemessenes, auch verletzendes und abwertendes Verhalten ganz offensichtlich zu den Schutzmechanismen des menschlichen Egos gehöre. Der Antisemitismus mit all seinen verhängnisvollen Klischees sei wohl einfach das älteste und hartnäckigste Gerücht, das das Gespräch und das Miteinander erschwere. Mit seinem Buch lädt uns Meyer dazu ein, uns unseren Defiziten und blinden Flecken aufrichtig zu stellen. Auch wenn die Probleme dadurch nicht gelöst werden, leisten Selbstbefragung und Aufrichtigkeit einen wichtigen Beitrag, weil wir uns unserer Unzulänglichkeiten bewusst werden.

    Weiterlesen: Mit schonungsloser Analyse und Aufrichtigkeit gegen Hass

    Von unserer Region gibt es viel zu erzählen, auch aus dem Mittelalter. Hier ein Bild aus den Zeiten des Alten Zürichkriegs.

    In der Fachmatura beginnt die Geschichte zum Schluss nochmals ganz von vorne: Während drei Jahren haben sich die FMSler*innen mit der Geschichte der Renaissance bis zur Gegenwart beschäftigt. Im letzten Semester ist es nun zum grossen Backlash gekommen. Unter der Leitung ihrer Geschichtslehrerin Fiona Gruber hat sich die FM4 zuerst mit der Ur- und Frühgeschichte, der Antike und dem Mittelalter beschäftigt, da die Schüler*innen als zukünftige Primarlehrer*innen diese Epochen im Fach „Räume, Zeiten Gesellschaften“ (RZG) unterrichten werden. Im Primarschulunterricht liegt der Fokus sehr oft auf der Lokalgeschichte. Darauf haben sich die Schüler*innen auch beim Erstellen von Lernvideos eingestellt, welche sie als Vertiefungsarbeit im Unterricht produziert haben.

    Anina, Céline, Celine und Flavia erzählen die Geschichte des Eremiten Meinrad, welcher den Anlass zur Gründung des Klosters Einsiedeln gab

    Mia, Giulia Tamara und Daria haben sich mit dem Kloster Einsiedeln beschäftigt. Dabei geht es um das Mönchtum, die Missionierung von Heiden und Andersgläubigen, die klösterliche Benediktinerregel „ora et labora/arbeite und bete“ und die Buchkultur, welche wir heute noch in der Bibliothek bestaunen können.

    Das Kloster Einsiedeln war nicht nur religiöses und kulturelles Zentrum, sondern auch ein politischer und wirtschaftlicher Hotspot: Die Einsiedler Gian-Luca und Allan haben zusammen mit ihrem Zürcher Kollegen Dario die Bedeutung des Klosters als Grundherr erörtert.

    Wie hat sich die mittelalterliche Gesellschaft in der Talschaft Schwyz organisiert? Im Video von Leonie und Lena geht es um die Selbstverwaltung, Dorfräte, Dorfordnung, das Dorfrecht und die Reichsunmittelbarkeit. Zu Zeiten, als die Region zum Heiligen Römischen Reich gehörte, war dieses Privileg von allerhöchster aussenpolitischer und wirtschaftlicher Bedeutung.

    Sabrina und Arani erklären die Bedeutung des Schlossturms Pfäffikon und erzählen, wie Pfäffikon in den Strudel des Alten Zürichkriegs kam.

    Die Schweiz wurde 1291 gegründet? – Von wegen… Mara und Laurjana erklären die Bedeutung des berühmten Bundesbriefs und wie aus dem Landfriedensbündnis ein Nationalmythos wurde.

    Emma, Sara und Lea berichten in ihrem Video von der Pestepidemie in der Talschaft Schwyz und was der Schwarze Tod und Judenverfolgungen miteinander zu tun haben. Wer genau hinguckt, sieht die tödlichen Krallen der verheerenden Pandemie.

    Seit der Exkursion der FMS-Klassen ins Wägital ist rund ein Monat vergangen und die Klassen haben ihre Beschäftigung mit Beat Hüppins Roman Talwasser abgeschlossen. Die Klasse FM1 hat unterdessen in den Fächern Kommunikation und Deutsch weitergearbeitet und sich mit Themen beschäftigt, die in direktem oder mittelbarem Bezug zum Roman und seinen Schauplätzen stehen.

    Alessio, Romeo und Michele sind nochmals ins Wägital gereist, haben sich noch etwas genauer umgeschaut und mit Leuten gesprochen, die dort oben wohnen.

    Anja, Romina und Amélie haben mit Anina Ziegler (FM4) über das Wägital vor dem Staumauerbau gesprochen. Anina hat ihre Facharbeit und ihre Fachmaturaarbeit zum Thema verfasst und hat auch sonst einen engen Bezug zum Tal, da das Vieh ihrer Eltern jeden Sommer dort zur Sömmerung ist.

    Alt-Innerthal vor den Fluten

    Noëline ist sich während der Lektüre des Romans bewusst geworden, dass ihr Urgrossvater als italienischer Gastarbeiter am Bau der Staumauer beteiligt gewesen war. Zusammen mit Sarina, Julia und Franciska hat sie sich mit den Arbeitbedingungen der Bauarbeiter genauer auseinandergesetzt und ihre Grossmutter besucht…

    Sira, Angela und Maira haben sich mit der Spanischen Grippe auseinandergesetzt, die auch ein wichtiges Thema der Romanhandlung ist. Diese Pandemie hat vor hundert Jahren die Schweiz viel stärker im Griff gehabt und viel mehr Opfer gefordert als vor wenigen Jahren Covid. Sie haben mit der ehemaligen KSA-Fachmittelschülerin Sarina Holinger telefoniert, die ihre Facharbeit zur Spanischen Grippe im Kanton Schwyz verfasst hat und im Moment in Finnland ein Austauschsemester absolviert.

    Spanische Grippe in der Schweiz

    Elina, Nahla und Charlotte haben mit dem Autoren Beat Hüppin gesprochen von ihm noch mehr über die Entstehung des Romans Talwasser erfahren, als er an der Lesung preisgegeben hatte.

    Nach hundert Jahren hat sich die Bevölkerung an den Wägitalersee gewöhnt. Der Staudamm steht nicht nur für eine Zäsur in der Geschichte des Tals, sondern wirft auch Fragen nach einer zukunftsfähigen Energiepolitik auf. Darüber haben sich Emilia, Nora und Sarina Gedanken gemacht und ein Hörstück gestaltet.

    Schliesslich haben sich Julien, Michelangelo und Lukas die Frage gestellt, was in diesem Roman Fakt und was Fiktion ist. Dazu haben sie auch ein Quiz erstellt! Raten Sie mit!

    Link zum Forms-Formular

    https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLSc73Kaj3VFH9FagaaqsyF1-kc9Dc3SUuwqYlBS2pSJiORsswA/viewform

    Am diesjährigen FMS-Tag haben die Schüler*innen der Klassen FM1, FM2 und FM3 das Wägital besucht und sich von der winterlichen Landschaft verzaubern lassen. Mit dem im Jahr 1924 gefluteten Tal haben sie sich bereits seit den Herbstferien auseinandergesetzt und den Roman «Talwasser» des Wangener Schriftstellers, Verlegers und ehemaligen Lehrers der KSA, Beat Hüppin, auseinandergesetzt. Entsprechend standen eine Führung durch die Staumauer, Erklärungen zur Topographie des Wägitals und der Physik der Wasserkraft auf dem Programm.

    Zeitgleich hielten die Schüler*innen ihre Eindrücke schriftlich fest und hielten die wunderbare Wintermärchenlandschaft mit  Kurzfilmen und Handybildern fest.

    Wie schwer es den Bauernfamilien vor hundert Jahren fiel, dieses abgelegene Tal zu verlassen, konnte man nach diesem Besuch noch besser verstehen.

    Bereichert um diese konkreten Erfahrungen kehrten die Schüler*innen an die Kantonsschule zurück und trafen sich mit dem Autor Beat Hüppin. Von ihm erfuhren sie, wie er aus seinen Wanderungen, historischen Recherchen und Gesprächen mit Innertalern einen literarischen Stoff gewann, die Figuren schuf und den Plot des Romans formte. Dabei plauderte Hüppin mitunter auch aus dem literarischen Nähkästchen, erläuterte die Entwicklung der Geschichte vom Zettelchaos zum abgeschlossenen Text und sein heutiges Verhältnis zu seinem vor bald zehn Jahren erschienenen Erstling.

    Fast beiläufig erfuhren die Schüler*innen noch viel Wissenswertes aus dem Verlagswesen, von der Zusammenarbeit zwischen Autor*innen und Lektor*innen und der Profession des Büchermachens. Damit wurde klar: Literatur ist viel mehr als ein Regen gelber Reclamheftchen. Literatur geschieht hier mitten unter uns und ist eingebunden ist Geschichten, Landschaften, Lebensrealitäten, menschliche Gefühle, Hoffnungen und Anliegen.

    Die Handschrift hat im schulischen Alltag an der Kantonsschule Ausserschwyz in den vergangenen Jahren an Bedeutung verloren. Ob wir uns Dinge besser merken können, wenn wir sie von Hand aufschreiben, ist umstritten. Während die Studie von Mueller und Oppenheimer von der Uni Princeton im Jahr 2014 darlegte, dass man sich handschriftlich Notiertes besser merken könne als Getipptes, zeigten, konnten Wiederholungsstudien die Befunde in dieser Deutlichkeit nicht bestätigen.

    Inzwischen weiss man, dass die Strategie und nicht das Medium den Lerneffekt begünstigen. Wichtig ist besonders, dass man sich beim Lernen nicht ablenken lässt. Reizüberflutung und Tempo sind aber generell besondere Herausforderungen unserer Zeit. Handschriftliche und digitale Kompetenzen sind jedoch gleichermassen wichtig. Während man in den ersten Schuljahren das Schreiben mit Blei- und Farbstiften erlernt, gewinnen digitale Kompetenzen in den weiterführenden Schulen immer grössere Bedeutung. „Bring your own device“ prägt seit einigen Jahren unsere Schulkultur. Die rasend schnelle Entwicklung der KI-Tools befeuert diese Entwicklung zusätzlich.

    Zu Trends kann man aber auch immer wieder Kontrapunkte setzen: Die FM1 hat am Klassentag das Kloster Einsiedeln besucht und sich im Schreiben mit Feder und Tinte geübt – Handlettering im Mittelalterstil. Im Skriptorium herrschte konzentrierte, fast andächtige Stille.

    Die Schüler*innen lernten, was blaumachen ursprünglich bedeutete. Das hatte nichts mit dem Schuleschwänzen, sondern mit der Herstellung blauer Farbe für die kunstvoll ausgestatteten Bibeln zu tun. Während die Mönche während dieser Zeit nicht ihrer normalen Arbeit nachgehen konnten, widmeten sich die Schüler*innen heute dem Schreiben. Nur die Sitzordnung erinnerte an langweilige Schulstunden.

    Disziplinarische Probleme gab es auch nicht. Der gestrenge Klosterbruder schaute nach dem Rechten, zeigte sich zum Schluss aber auch nahbar.

    Die Klasse hinterliess auch schriftlich einen guten Eindruck.

    Zuvor besuchte die Klasse die Stiftsbibliothek. Frau Baumann führte in die Geheimnisse der klösterlichen Buchkunst ein. Trotz sehr verständlichen Erklärungen blieb einiges ein Buch mit … zwei Siegeln.

    Ein letzter Blick zurück. Am Nachmittag nahmen die Schüler*innen die Fährte der Mönche auf und absolvierten den Monks‘ Trail, wobei einige Schülerinnen zum Schluss behaupteten, sie seien eingesperrt worden…

    (Fotos: M. Hägi/KSA)

    Vor einer Woche hat die Kantonsschule Ausserschwyz feierlich ihr neues Schulhaus auf dem Bildungscampus Ausserschwyz bezogen. Eine Woche zuvor hatten die Lehrer*innen das neue Haus beziehen und mit dem Einrichten beginnen dürfen. Alles war nach etwas leer – es waren schliesslich auch vor allem Lehrer*innen dort. Mittlerweile herrscht reges Treiben im und l der Schulbetrieb läuft bereits seit einer Woche. Vieles ist noch unvertraut, darf entdeckt, hinterfragt und neu ausgehandelt werden. Verantwortliche suchen nach passenden Lösungen. Es sind auch schon mal Kreativität und Fantasie gefragt. Diese haben aber auch Platz sich zu entfalten, wie die grosszügigen Interieurs unschwer erkennen lassen.

    Dass Anfänge immer auch etwas Magisches haben, ist nicht erst seit Hesses „Stufen-Gedicht bekannt. Die Kaffeemaschine in der Mensa bringt es aber trotzdem auf den Punkt.

    Nach drei Jahren im Provisorium an der Eichenstrasse bezieht die Kantonsschule Ausserschwyz nur ihren Neubau am Standort Pfäffikon. Blaue Becher ist ein erste Mal durch die Gänge gewandelt und sieht Backstein, Holz sowie freundliche, helle Räume und ein grosszügiges Treppenhaus. Das bietet viele Möglichkeiten zum Lernen und zur Begegnung. Wir sind gespannt, wie dieses Haus nun mit Leben gefüllt wird!